Tauberbischofsheim – Neubaugebiet “Laurentiusberg”

Neubaugebiet Laurentiusberg: Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten wurde das 33000 Quadratmeter große Areal offiziell übergeben

21 von 34 Bauplätzen bereits vergeben
Das Baugebiet Laurentiusberg ist fertig: Am Mittwoch wurde das neu erschlossene Areal mit einer Gesamtfläche von 33000 Quadratmetern offiziell übergeben. 35 Bauplätze stehen zur Verfügung.

TAUBERBISCHOFSHEIM.
Aus einem ehemaligen Sportgelände einer Kaserne wird ein Baugebiet für junge Familien. 1,9 Millionen Euro hat die Stadt in die Erschließung des neuen Wohngebiets Laurentiusberg investiert. Ausgewiesen werden 35 Bauplätze in Größenordnungen von 475 bis 930 Quadratmetern (die FN berichteten).

„Hier ist eines der schönsten Baugebiete entstanden, das die Stadt überhaupt bieten kann“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Vockel im Rahmen der Feierstunde am Mittwoch.

Mit der Schaffung des Wohngebiets mache man einen weiteren wichtigen Schritt bei der seit Jahren fortschreitenden Entstehung eines komplett neuen Stadtteils von Tauberbischofsheim. „In einigen Jahren wird man nicht mehr erkennen können, dass hier mal eine Kaserne ihren Standort hatte“, so Vockel.

Spätestens dann werde die Konversion des ehemals militärisch genutzten Geländes endgültig abgeschlossen sein. Man sei auf einem sehr guten Weg, habe bereits viel erreicht, stehe aber auch noch vor einigen Herausforderungen. Das neue Wohngebiet biete Bauplätze in idealer Lage. Zwar sei man „auf dem Berg“ und liege daher etwas höher als die Kernstadt. Die Wege seien jedoch nicht weit.

Vockel dankte allen an der Planung und Umsetzung des Vorhabens beteiligten Personen, Gremien und Firmen. Es sei kein einfaches Projekt gewesen, aber ein bis dato sehr erfolgreiches.

Inzwischen hat die Stadt auch mit der Vergabe der zur Verfügung stehenden Bauplätze begonnen. Laut Bürgermeister Vockel wurden in einer ersten Vergaberunde im September bereits 21 Zusagen herausgegeben. Für November sei eine zweite Runde vorgesehen.

Bei der Vergabe legt die Stadt großen Wert auf eine gerechte Vorgehensweise:
Sofern Mehrfachbewerbungen für ein Grundstück eingehen, erfolgt die Grundstückszuteilung nach „bewährten Kriterien“. Bei gleicher Gewichtung von Bewerbungen entscheidet das Los. Nach der Zuteilungsentscheidung durch den Gemeinderat werde eine verbindliche Reservierungsvereinbarung für das Grundstück angeboten, die bis zur notariellen Beurkundung des Kaufvertrags Gültigkeit habe.

Neben der guten West-/Südwestlage mit Ausblick auf die Kernstadt bis hin nach Dittigheim und Distelhausen gewinnen die Baugrundstücke durch ein besonderes Angebot der Stadtverwaltung weiter an Attraktivität: Tauberbischofsheim hat als erste Kommune der Region ein kommunales Baukindergeld eingeführt.

Entsprechend der Regelung für städtische Baugrundstücke wird deshalb auch im neuen Baugebiet auf dem Laurentiusberg für jedes Kind unter 18 Jahren, welches über kein eigenes Einkommen verfügt und mit erstem Wohnsitz im elterlichen Haushalt lebt, ein Baukindergeld in Höhe von fünf Euro pro Quadratmeter in Abzug gebracht.

Zusätzlich erhalten Familien, die ein städtisches Baugrundstück auf dem Laurentiusberg erwerben und im Zeitraum von drei Jahren ab Beurkundung Nachwuchs bekommen, nachträglich ein Baukindergeld in Höhe von pauschal 1500 Euro pro Kind.

Die Gesamtkosten für die Erschließung wurden von der Stadt komplett vorfinanziert. Erst durch den Erlös der Grundstücksverkäufe erfolgt ein Ausgleich. Im Falle des Verkaufs aller 35 Grundstücke rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 3,4 Millionen Euro.

Rund 20 000 Kubikmeter Erdreich wurden bewegt, um die etwa 33 000 Quadratmeter große Fläche in ein modernes Baugebiet zu verwandeln. Etwa 9000 Quadratmeter davon nehmen Straßen und Nebenflächen ein. Während der Bauarbeiten wurden auf dem Areal rund 360 Meter Hauptkanalleitungen, 650 Meter Wasserleitungen und 1000 Meter Leerrohre verlegt.

Das neu erschlossene Baugebiet Laurentiusberg wurde am Mittwoch offiziell übergeben. Auf dem ehemaligen Sportgelände der Kaserne entstanden 35 Bauplätze.
(Artikel aus den Fränkischen Nachrichten vom 12. Oktober 2018, Foto: Fabian Greulich)

 

Diesen Artikel teilen :

Verwandte Beiträge